Archive for the ‘Tagging & Folksonomy’ Category

Google Notizbuch nun mit “tags”

Dienstag, November 6th, 2007

Google bietet nun auch in Deutschland die “Label”-Funktion im Notizbuch an. “Label” bedeutet bei Google so viel wie “tag”, wobei diesen “tags” das kollektive Element fehlt. Gewartet habe ich auf diese Funktion schon einige Zeit, kann ich doch so in den Notzibüchern einen besseren Überblick zu einem Thema erlangen. Andererseits wünsche ich mir eine bessere Verzahnung der verschiedenen Dienste untereinander, insbesondere zwischen Notzibuch und dem Reader, bspw. in Form eines “Kopiere ins Notzibuch”-Button. Auch könnte es hilfreich sein, ähnlich verschlagwortete (”getaggte”) Artikel aus dem Reader im Notzibuch angezeigt zu bekommen.

Obwohl Google ja als “Datenkrake” bezeichnet wird, haben die angeboteten Funktionen für mich einen sehr großen Wert, denn a) ist es schnell, b) überall verfügbar, c) einfcah zu bedienen, d) alle wichtigen “Programme” vorhanden und e) es besteht die Möglichkeit die Inhalte zu “teilen”. Allerdings benutze ich weder Google-Desktop, noch die Google-Toolbar.

Hausarbeit über “tagging”

Donnerstag, Oktober 18th, 2007

Hier hatte ich erwähnt, dass ich meine Hausarbeit im Rahmen der Fortbildung zum wissenschaftlichen Dokumentar am IID über “tagging” fertig gestellt und abgegeben habe. Ich hatte es offen gelassen, ob ich die Arbeit hier veröffentliche. Da die Bewertung aus meiner Sicht zu schlecht ist, obgleich ich “bestanden” habe, werde ich euch damit nicht beglücken. Aber die Literaturliste dürfte vielleicht hilfreich sein.

Literaturliste zu “tagging”

Donnerstag, September 27th, 2007

Wie schon berichtet, bin ich mit meiner Abschlussarbeit/Hausarbeit zum Thema “tagging” fertig. Veröffentlichen kann ich sie leider noch nicht, und steht auch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch meinen Arbeitgeber. Wenn die Bewertung der Hausarbeit durch die Dozenten schlechter als 2,5 sein sollte, dann erspare ich euch ebenfalls von dem Kauderwelsch. Allerdings kann ich einen Teil veröffentlichen, der vielleicht auch hilfreich sein kann, nämlich meine Literliste:

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Ich tagge, also bin ich

Mittwoch, Juni 27th, 2007

Peter fotografiert den Sonnenuntergang und lädt es in die Online-Foto-Community Flickr. Damit andere sein Foto finden können, beschreibt er sein Foto mit „Sonnenuntergang“, „romantisch“ und „Baden-Baden“. Nun kann er nicht nur von jedem PC aus auf das Foto zugreifen, auch andere sehen was er fotografiert hat. Das was Peter macht, nennt sich neudeutsch „taggen“.

Tag Cloud bei delicious

„Taggen“ oder „Tagging“ bedeutet Inhalte aus dem Internet mit „tags“ – das sind freie Schlagworte – für sich oder auch andere zu beschreiben und so auffindbar zu machen. Einzige Bedingung: Der Inhalt muss ein URL haben, sonst funktioniert das nicht. Ablegen, Speichern, Wiederfinden – klingt zunächst nicht neu. Bisher geschah das lokal auf einem PC. Das Neue und Interessante am „Taggen“ ist aber, dass alles online und innerhalb eines sozialen Netzwerkes geschieht. Peter will das, was er online gespeichert hat, mit anderen teilen, die ähnliche Interessen haben.

Interaktives Fotoalbum mit „Tags“

Peter hat sich entschieden, sein Foto bei Flickr zu speichern. Flickr ist eine Art interaktives Online-Fotoalbum. Sein Account dort ist kostenlos. Nach dem Hochladen und „taggen“ des Fotos gibt Peter seinem Foto noch einen Titel und einen Beschreibungstext. Damit sein Foto auch ganz bestimmt von anderen gesehen wird, speichert er es zusätzlich in einer Gruppe, die sich auf das Motiv „Sonnenuntergang“ spezialisiert hat. Innerhalb dieser Gruppe wird das neue Foto sofort kommentiert und diskutiert. Wie populär Peters Foto nach kurzer Zeit ist, sieht er nicht nur an der steigenden Zahl von Kommentaren und „Views“, sondern auch daran, wie viele andere User sein Foto als „Lieblingsfoto“ gekennzeichnet haben.

Suchen mit „Tags“

Aber nicht jeder User stellt sein Bild in eine spezialisierte Gruppe ein. Grundsätzlich helfen „Tags“ bei der Suche nach bestimmten Inhalten. Wer also nach „Sonnenuntergang“ sucht, bekommt nicht nur den Sonnenuntergang von Peter zu sehen, sondern auch Bilder die zwar mit Sonnenuntergang „getaggt“ wurden, aber vielleicht einen „Sonnenaufgang“ zeigen. Andere Benutzer gehen davon aus, dass sich jemand auch für den „Sonnenaufgang“ interessiert, der „Sonnenuntergang“ sucht. Ihr findet also vernetzte Tags. Auch lustig ist das „Tag-Surfen“. Ihr folgt dabei durch klicken den „Tags“, die ein User zusätzlich vergeben hat. Interessante Entdeckungen bleiben dabei nicht aus. Durch „tagging“ wird Suchen damit zum Entdecken.

Dieses Entdecken kann aber auch schnell in Frustration enden. „Taggt“ ein Benutzer ein Foto nicht mit dem Begriff, mit dem ihr sucht, werdet ihr es nicht finden. Insbesondere dann, wenn es viele Synonyme gibt, wird die Sucherei qualvoll. Auch Wörter mit gleicher Schreibweise, aber unterschiedlicher Bedeutung erschweren das Navigieren. Ebenfalls problematisch ist die Sprachbarriere. Was wir mit „Sonnenuntergang“ suchen, sucht ein Engländer mit „sunset“ und ein Franzose mit „coucher de soleil“.

Wenn ihr selbst „taggt“ solltet ihr euch dabei an den von anderen Benutzern vergebenen „tags“ orientieren, oder euch zumindest Gedanken machen, wie ihr euer Bild beschreibt. Außerdem solltet ihr weitere Schlagworte vergeben, die den ersten „Tag“ spezifizieren und das Bild genauer beschreiben.

Wolke populärer „Tags“

„Tags“ die häufig benutzt werden, geben Aufschluss über die Popularität eines Bildes oder Themas. Dargestellt wird diese Popularität in einer „Tag Cloud“ – das ist eine Art „Wort-Wolke“. Alle vorkommenden Tags werden dort in unterschiedlicher Größe und alphabetischer Reihenfolge angezeigt. Je größer ein Tag dargestellt wird, desto häufiger wurde er von anderen Benutzern verwendet, und desto wichtiger kann das Thema sein. Ein Klick auf das entsprechende Wort führt zu den mit diesem „tag“ beschriebenen Bildern.

Anderer Dienst, gleiches Prinzip

Peter ist von dem Erfolg seines Bildes so überwältigt, dass er zusätzlich noch den Link zu seinem Bild bei Del.icio.us speichert. Bei Del.icio.us könnt ihr nur die Links speichern. Aber Del.icio.us zeigt ein Thumbnail eines verlinkten Flickr-Bildes an. Auch bei Del.icio.us vergebt ihr einen Titel, eine Beschreibung des gespeicherten Inhalts und vor allem „Tags“. Auch hier dienen sie zur Navigation. Wie populär ein Link ist, zeigt wie viele andere Leute diesen Link ebenfalls gespeichert haben. Und auch die „Tag Cloud“ gibt es hier – allerdings nur auf Ebene des eigenen Profils.

Mittlerweile gibt es eine Reihe von tagging-basierten Diensten, von denen Del.icio.us oder Flickr nur die bekanntesten sind. Mr. Wong, Folkd, Furl, last.fm, digg, yigg, … und viele andere Mitmach-Internet-Dienste warten darauf von euch benutzt zu werden. Zwar unterscheiden sie sich in ihrer Funktionalität, ihnen gemein sind aber von Usern vergebene „Tags“ als Mittel der Navigation.