Archive for the ‘Fundstücke’ Category

Die Brigade des Schreckens

Dienstag, Mai 9th, 2017

… oder wie lange wir in der Zombiecalypse überleben würden

28 Days later, Resident Evil, World War Z. Sie kommen uns holen, bestimmen rotten sie sich im Verborgenen bereits zusammen und wir sitzen hier auf dem Präsentierteller. Schließlich zeigen Kino und Fernsehen die Gefahr in Dauerschleife. Deshalb gibt die Regierung von British Columbia (Kanada) auf Ihrer Webseite Verhaltenstipps für den Fall einer Zombiecalypse – also dem massenhaften Auftreten untoter Gestalten mit zügellosem Appetit – und auch das amerikanische Militär bereit sich auf den Einfall der wiederbeseelten Leichenhorden vor – zumindest wenn es um das Ausbilden der Grundlagen militärischer Planung geht. Das sorgte in der deutschen Presse natürlich vor einiger Zeit für Schmunzeln (z. B. „Kanada bereitet Bewohner auf Zombie-Angriff vor“, „Kanadische Provinz warnt vor Zombie-Attacke“, „Notfalltipps gegen Zombies“) und wer die entsprechenden Textbeiträge weiterliest, der erkennt, dass das popkulturelle Phänomen der Zombies nur Eyecatcher für ein weit wichtigeres Thema ist, oder in den Worten der Regierung von British Columbia: „If you’re ready for zombies, you’re ready for a disaster”.

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Linktipp: Anleitung zum Überleben

Mittwoch, Januar 21st, 2015

Zombies fallen über uns her, Asteroiden schlagen auf der Erde ein, Außerirdischen unterjochen die Menschheit, oder ganz profan: Das Weltfinanzsystem bricht auseinander. Ein Blick in die Bestsellerlisten der Literatur, in die Zeitung, ins Fernsehen oder Kino offenbart uns eines: Der Untergang scheint nah. In früheren Zeiten war dies natürlich noch mit einer religiösen Komponente etikettiert und man sprach vom Jüngsten Gericht, Armageddon und der Apokalypse, weil man sich unartig gab, böse war und nicht dem Wort der göttlichen Schrift Folge leistete. (Wobei so ganz darüber hinweg scheinen wir noch nicht zu sein).

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Ich und die Wikipedia

Donnerstag, Dezember 5th, 2013

Zufällig beim Recherchieren gefunden: Auf der Wikipedia-Seite zum Veterinärzug ist einer meiner Artikel verlinkt.

Veterinärzug in Freiburg

“Soylent grün ist Menschenfleisch!”

Freitag, Juni 1st, 2012

In der Online-Ausgabe der “Süddeutschen Zeitung” bin ich auf einen lesenswerten Artikel über das Thema Organ- und Gewebespende gestoßen. In kritischer Weise macht der Beitrag auf einen wenig bekannten, und von den Organspendeinstitutionen nur am Rande thematisierten Umstand aufmerksam, dass verstorbenen Menschen neben Organen auch Gewebe entnommen, und dieses u.a. zu Arzneimitteln verarbeitet werden kann. Diesem Umstand seien sich viele Organspender nicht bewusst, hebt die Zeitung hervor.

Während des Lesens erinnerte ich mich an eine Öko-Dystopie der 1970er Jahre. „Soylent grün ist Menschenfleisch!“ ist einer der zentralen Aussagen in dem 1973 veröffentlichten, US-amerikanischen Science-Fiction-Film “…Jahr 2022… die überleben wollen” (Originaltitel: “Soylent Green”). Die Wikipedia fasst die Intention wie folgt zusammen:

“[Soylent Green thematisiert] die Probleme der exzessiven Nutzung endlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung und Überbevölkerung zusammenhängend mit ihren möglichen Auswirkungen in einem Zukunftsszenario […].”

Der Grad zwischen Nahrungsmittel (”Soylent Green”) und Arzneien aus dem Gewebe von Verstorbenen ist dabei ein nur ganz schmaler, meiner Ansicht nach. Ich möchte die Notwendigkeit derartiger Arzneien nicht bestreiten, aber deutlich machen, dass der Mensch bereits zur Ressource geworden ist, deren Ausbeutung in den kommenden Jahrzehnten zunehmen wird, und „Soylent Green“ damit auf eine eigene Art wahr zu werden droht.

BOS-Blogs (22): Durch das Bloggen viele Leute kennengelernt

Mittwoch, November 23rd, 2011

Die Bloggaspritze im Interview

(sc). In loser Folge stelle ich Blogs und blog-ähnliche Seiten aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophen-/Zivilschutz vor. Heute stellt uns Kathi alias Bloggaspritze ihren Blog vor, der sich neben Privatem und Beruflichen auch intensiv mit der Rettungsdienst-Blogosphäre auseinandersetzt, und sich zum Ziel gesetzt hat, (subjektive) Probleme der Rettungsdienstmitarbeiter zu thematisieren. (weiterlesen…)

Meinungsfreiheit, ein aussterbendes Gut?

Dienstag, Mai 12th, 2009

Eben habe ich das folgende Plakat auf netzpolitik.org gefunden:

Zwei Anmerkungen:

1. Nach wie vor besteht Meinungsfreiheit in diesem Land. Ich werde zunächst noch nicht daran gehindert, meine Meinung zu äußern. Das sieht man ja hier in meinem Blog.
2. Aber die im Grundgesetz verbriefte Meinungsfreiheit gerät durch verschieden Ursachen ins Wanken, sodass es gerechtfertigt ist, vom Tod der Meinungsfreiheit zu sprechen. Das darf aber nur als Metapher verstanden und zum Wachrütteln der Leute benutzt werden. Denn zu fehelnder Meinungsfreiheit und Zensur fehlen glücklicherweise noch einige Bausteine.

GdL sucht Pressereferent

Donnerstag, April 10th, 2008

Wenn ich in der Nähe von Darmstadt wohnen würde, würde ich mich glatt bewerben: die Gewerkschaft der Lokomotivführer sucht zur Bewältigung ihrer Presse- ud Öffentlichkeitsarbeit einen Pressereferenten.

Wie Bremen den Bierbrauern in Neuseeland hilft

Donnerstag, April 10th, 2008

Bei Recherchen stößt man manchmal auf Zusammenhänge, die in einem späteren Text zu sarkastischen oder irgendwie lustig anmutenden Ergebnissen führen kann. So geschehen bei meinem heutigen Tagesüberblick im FWeblog (fwnetz.de): Zunächst berichtete ich über die neu eingeführte Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde auf den insgesamt 60 Autobahnkilometern des Bundeslands Bremen. Der Senat des Stadtstaates hofft dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, aber auch die Unfallzahlen zu verringern. Wegen der Nähe von Unfall und Feuerwehr, entschied ich mich diese Meldung im FWeblog zu posten. Ich konnte dann allerdings nicht widerstehen in der nächsten Meldung einen kleinen Seitenhieb einzubauen – und das in doppelter Hinsicht. In der Netzzeitung war zu lesen, dass die globale Erwärmung Auswirkungen auf die Produktion von Genussmitteln haben wird. Das Genussmittel heißt in diesem Fall Bier! Der Anbau von Hopfen könnte durch den Klimawandel in Australien und Neuseeland schwierig werden. In diesem Sinne leistet der Stadtstaat Bremen also etwas für die Bier genießenden Aussies. Der zweite Seitenhieb hat mit Feuerwehr zu tun. Wenn es bald kein Bier mehr gibt, wird sich auch das Klischee vom Durst löschenden Feuerwehrmann in die Analen der Geschichte verabschieden und als flüchtige Reminiszenz in den guten alten Büchern auftauchen.

Warum das eBook das Buch nicht ablösen wird

Donnerstag, April 10th, 2008

Ein Artikel von Robert Basic hat eines meiner Lieblingsthemen aufgegriffen: Das Buch. Robert fürchtet, wie auch einige der Kommentatoren, dass das Buch bald aussterben könnte. Ganz so pessimistisch sehe ich das nicht, denn das Buch hat Vorteile gegenüber dem Lesen am Bildschirm:

  • Beim Lesen eines Buches ermüdet man nicht so schnell, wie am Bildschirm
  • Beim Lesen eines Buches bleibt man länger konzentriert, als am Bildschirm
  • Beim Lesen eines Buches wird man weniger stark durch Emails, RSS-Feeds, etc abgelenkt, wie am PC
  • Das Buch kann ich überall hin mitnehmen. Okay, das Notebook auch, aber da ist irgendwann der Akku leer
  • Bücher sind leichter zu transportieren, als eine Notebook
  • Ich habe mit einem Notebook keine Leseschwierigkeiten durch Sonnenlicht, wie bei Glare Type Displays
  • Auf ein Buch muss ich weniger stark aufpassen, als auf ein Notebook, das mir geklaut werden könnte
  • Lesen in Büchern ist klimaschutzfreundlicher als am PCs

Lesen in Büchern hat was Erhabenes. Das ist schwer zu beschreiben. Ich liebe es in einer Bibliothek zu sitzen und zu lesen – Voraussetzung, diese Bibliothek lädt auch optisch zum Verweilen ein. Unvergessen sind die Semester im Kollegiengebäude IV der Uni Freiburg.

Kurzum: Ich liebe Bücher. Ich komme aus Buchläden oder Antiquariaten gar nicht mehr raus, und wenn, dann ist mein Geldbeutel leer und ich habe dafür eine riesiger Tasche voller Bücher. Da es auch anderen PC/internet-Freaks so geht wie mir, denke ich, dass das Buch nicht aussterben wird.

Vielleicht kommt alles auch ganz anders, und im Zuge der Terrorismusbekämpfung wird das Lesen verboten. „Fahrenheit 451“ lässt grüßen.

Wer schreibt von wo?

Mittwoch, November 7th, 2007

So wie die Nutzer von Flickr mit Hilfe der geo-tags verfolgen können, wo welches Foto entstanden ist, können Nutzer der englischen Wikipedia nun in Echtzeit verfolgen, wo gerade an einem Artikel editiert wird. WikiPediaVision visualisiert den Hinweis auf einer Google-Map. [via O'Reilly Radar]