Archive for the ‘Science Fiction’ Category

Star Trek – Feuer an Bord

Dienstag, Oktober 4th, 2016

Als Trekkie (und hierzu gehört m. W. der Großteil der Feuerwehr Weblog Autoren – oder liege ich falsch?), ist man dieser Tage von einer Art Weltraumfieber befallen, dessen Ursache eindeutig im Kinostart von Film Nr. XIII (Star Trek Beyond) zu suchen ist. Allerdings rätselte ich den ganzen Tag, wie ich die eine Vorliebe (Star Trek) mit der anderen Passion (Feuerwehr) in Worten verbinden kann.

Querschnittsansicht der USS Enterprise NCC-1701 D im Maschienraum. Quelle: Alistair McMillan (CC BY-SA 2.0) Querschnittsansicht der USS Enterprise NCC-1701 D im Maschienraum. Quelle: Alistair McMillan (CC BY-SA 2.0)

Meine Ausgangsfrage deshalb: Wo hat Star Trek (abstrakt als Sammelbegriff für die fünf Serien und 13 Kinofilme) Berührungspunkte mit dem Thema Feuer, Brand, Feuerwehr, in Form von Handlungen oder Szenen.

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Brandbekämpfung 2.0

Montag, Mai 30th, 2016

******Die Nachfolgende satirische Kurzgeschichte wurde von mir am 30. Oktober 2007 im Feuerwehr Weblog unter dem Titel „Brandbekämpfung auf dem Weg in die Zukunft“ veröffentlicht und ist in Teilaspekten mittlerweile von der Realität überholt, wie hier und hier nachzulesen ist. Bis auf kleinere Korrekturen orthografischer und grammatikalischer Art, übernehme ich die Kurzgeschichte unverändert. ******

„Dieses Gerät wird die Arbeit der Feuerwehr revolutionieren“, sagte Apple CEO Steve Jobs auf der diesjährigen Febit – der Feuerwehrausstellung präsentiert von Bitburger -, als er das neue iFeuerwehr vorstellte. iFeuerwehr revolutioniert das Feuerwesen. Durch intuitive Benutzerführung auf einem Touchscreen soll den Feuerwehrmännern die Arbeit erleichtert werden. Auch andere Hersteller, wie Microsoft und Google drängen auf das Gebiet „Feuerwehr 2.0“.

„iFeuerwehr ist kein eigenes Gerät, es beschreibt mehr ein Prinzip“, erklärte Jobs. Mithilfe der sensitiven Touchscreen-Oberfläche und spezieller Software können die Feuerwehrleute Strahlrohre, Pumpen und ganze Löschzüge steuern. So besitzt das iHSR keine mechanischen Teile mehr. Mit Hilfe des QuadCore-Prozessors und 2048 Megabyte RAM, bietet das iHSR drei vorprogrammierte Einsatzszenarien: Vollstrahl, Sprühstrahl und Mannschutzbrause. Apple sieht damit die häufigsten Anwendungsbereiche abgedeckt. Die angereisten Feuerwehrleute und die Fachpresse überschlugen sich in geblendeter Begeisterung.

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Notwendig um zu Überleben

Dienstag, Mai 17th, 2016

Kürzestgeschichte aus dem METRO2033-Universum

Dunkelheit umfing mich. Anders als in der vergangenen Epoche flößte sie mir keine Furcht, kein Grauen und keine Panik ein. Dunkelheit ist Teil des Jetzt, ein Brocken des Seins und Alltag. Klar, ich kenne Ranger, die sind stolz auf ihre Nachtsichtgeräte, Restlichtverstärker und alle ihre technischen Spielzeuge, aber letztlich weiß man nie, ob die ganze Technik in ein paar Tagen oder Wochen, oder vielleicht nächstes Jahr noch funktionieren wird. Ich dagegen setzte auf den Tastsinn. In den langen, finsteren Tunneln gewöhnt man sich daran, wenig zu sehen, umso empfindlicher sind Ohren und der Tastsinn. Das ist der Grund, weshalb ich auf meinen weißen Langstock schwöre, der mir auch dann sicher den Weg weisen wird, wenn die Ranger über das Nichtfunktionieren ihrer ganzen Technik fluchen werden. Ich glaube früher, damals, vor der großen Dunkelheit, benutzten Menschen, die wirklich nichts sehen konnten, diesen Stock, um sich auf den Straßen zu orientieren. Straßen, noch so ein Relikt der alten Zeit, wenn auch äußerst nützlich, wenn man mal einen Abstecher an die Oberfläche machen muss. Zwar sind diese erdpechartigen Schneisen zwischen den Gerippen ausgebrannter Häuser in einem desolaten Zustand, dennoch bieten Sie ein schnelleres Vorwärtskommen, als das Tasten mit dem Langstock in den Höhlen unter der Erde. Allerdings rate ich jedem, nicht ohne Schutz nach draußen zu gehen. Ich hatte Glück, in einem alten Versorgungsbunker der Streitkräfte fand ich einen unbeschädigten Anzug, der aus, ich glaube das heißt, Gummi besteht. Auf der Kiste stand Zodiak, oder so ähnlich. Keine Ahnung, ob das der Name des Trägers war oder einfach nur ein Wort. Meine Erinnerungen an das Damals lassen von Tag zu Tag nach. Jedenfalls, in dem Anzug wird mir zwar schnell warm, aber er schützt recht gut und die Überreste irgendwelcher Kreaturen, die mir in den endlosen Häuserschluchten vor die Flinte laufen, gehen mit ein wenig Wasser ganz gut ab. Ich kann auch mal stürzen, ohne dass mein Schutz dahin ist. In letzter Zeit muss ich aber den Anzug auch im häufiger „da unten“ anziehen. Radioaktivität und anderes, widerliches zeug, dringt immer tiefer in die Schächte vor. Ich habe mal gehört, dass es eine Zeit gab, da stand mein liebstes Werkzeug unter starkem Beschuss, also nicht wörtlich, sondern eher, ja, wie soll ich das sagen, es wurde mit Worten beschossen, weil es nichts taugen würde, oder so. Aus der Praxis kann ich allerdings sagen, dass ich das nicht bestätigen kann. In fand es ebenfalls in besagtem Bunker – mein Sturmgewehr. Es hat irgendeine Abkürzung mit G oder so, aber das ist mir egal, zweitrangig, Hauptsache es funktioniert. Es leistet mir treue Dienste. Ich wehre damit die verstrahlten Monster an der Oberfläche genauso ab, wie ich mich gegen Diebe im Untergrund durchsetze und mich und meine wenigen Habseligkeiten schütze. Nun ja, manchmal benutze ich es auch, um mir etwas zu Essen zu beschaffen. Aber dafür sind Werkzeuge nun mal da. Ich muss zurück, nach unten, in die Dunkelheit, aber ohne Langstock, Zodiak und mein Sturmgewhr könnte ich hier, in dieser verstrahlten Welt, in der der Homo Sapiens dem Untergang geweiht ist und in der das wahre Antlitz des Menschen, seine grauenhafte Fratze, tagtäglich zu sehen, zu erleben ist, nicht überleben.

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Soweit ein kleine im METRO2033-Universum angesiedelte Kürzestgeschichte. Die ich relativ schnell im Mai 2016 zu Blatt gebracht habe (um damit an einem Gewinnspiel teilnehmen zu können). Kommentare sind – wie immer – gerne erwünscht.

In dieser Welt gibt es keinen Platz mehr für die Menschen

Dienstag, April 12th, 2016

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Rezension von Sergej Moskwins In die Sonne

Ein Stromausfall legt die Nowosibirsker U-Bahnstation Roschtscha lahm und droht das Überleben der Stationsbewohner zu gefährden. Der für die Sicherheit verantwortliche Oberst Kassarin bricht mit einem Expeditionstrupp zur Nachbarstation Marschalskaja auf, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Sie stoßen dort auf einen übermächtigen Gegner und flüchten zurück. Sergei, Kassarins Sohn, verbleibt als Wache mit seinem Kumpel Dron an der Heimatstation. Was zunächst nach Routine aussieht, entwickelt sich zu einer Verbrecherjagd, denn den Stromausfall nutzend, schlägt die Diebin Polina zu. Sergei kann die junge Frau aufhalten und festnehmen, empfindet aber Gefühle für Polina und kann in letzter Sekunde ihre Hinrichtung verhindern, indem er vorschlägt, mit ihr das Stationsbuch der Marschalskaja zu holen, von dem sich Vater Kassarin Informationen über die dortigen Vorfälle erhofft. Den beiden Jugendlichen gelingt es in die Station vorzudringen, außer Knochen finden sie dort keinerlei Lebewesen mehr vor, und abgesehen von einer seltsamen Zeichnung auch kein Stationsbuch. Auf dem Rückweg werden die beiden Zeuge eines Angriffs auf die Roschtscha durch ein seltsames, schwarzes Wesen mit Fangarmen, dem Patronen nichts anhaben können. Polina und Sergei fliehen, während die schwarze Wolke alles Leben an der Station verschlingt. Sergei will die anderen Stationen der Allianz warnen.

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Im Rausch der Selbstzerstörung

Montag, Februar 29th, 2016

Rezension von Suren Zormudjans Das Erbe der Ahnen

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In Kaliningrad haben sich die Überlebenden des apokalyptisch-nuklearen Schlagabtauschs in die seit Jahrhunderten bestehenden und von den Nationalsozialisten wie der Sowjetunion erweiterten Bunkerwelten geflüchtet und sich unter der Erde mit ihrer neuen Lebenssituation arrangiert. Wobei das relativ ist: Die Bewohner des Gefechtsstands Block-6 nahe Krasnotorowka führen kein unbeschwertes Leben, es gibt zu essen, politisch sind sie zufrieden, aber in dem alten Bunker herrscht drangvolle Enge und die Bedingungen verschlechtern sich zusehends. Am liebsten würde sich die von dem Marineinfanteristen Major Pawel Wassiljewitsch Stetschkin geführte Siedlung der Gruppe in der von den Deutschen erbauten Festungsanlage Fort 5 in Kaliningrad anschließen, die wiederum den (Wieder-)Vereinigungsbemühungen ablehnend gegenübersteht. Der autoritäre Führer in Fort 5, Major Samochin, fürchtet um seine Macht, wenn der beliebte und geachtete Stetschkin in seinen Bunker einzieht. In dieser angespannten Situation entdecken die Marineinfanteristen am nahen Strand Fußspuren, die sie keiner der bekannten Siedlungen in der Umgebung zuordnen können. Dabei erschießt der Erkundungstrupp einen der Unbekannten, dass, überraschend für die Siedler, einen handstreichartigen Angriff der Neuankömmlinge nach sich zieht, wobei, gänzlich unbekannt sind die Angreifer nicht, hatten diese doch zuvor eine Hakenkreuzflagge gehisst. Die Marineinfanteristen vom Block-6 stehen im Krieg. Erst nach und nach erfahren die Kämpfer aus Block-6, dass sich eine Gruppe Nazis-Nachfahren aus Chile mit dem Schiff auf den Weg in die Ostsee gemacht hat, um „Das Erbe der Ahnen“ zu suchen und an sich zu nehmen. Um was es sich handelt, bleibt den russischen Soldaten verborgen. Es gelingt, einen fragilen und von beiden Seiten mit Hintergedanken geschlossenen Waffenstillstand zu schließen.

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Niemals die eigene Waffe hergeben

Montag, Februar 15th, 2016

Rezension von  Dan Simmons‘ Flashback

Der Duden definiert Flashback als „durch Konditionierung bedingten Rauschzustand wie nach der Einnahme von Drogen, ohne das eine Einnahme von Drogen erfolgt“, als „einzelnes Bild einer Rückblende“ im Film oder als „Erinnerungsbild“ im psychologischen Sinne. Simmons bezieht sich auf alle Lesarten, das Vergangenheitsbezogene, das Erinnernde und den Rauschzustand, der Voraussetzung für die Rückblende ist. Und darum geht es in Simmons‘ Roman: die Sehnsucht nach der guten alten Zeit, die Besessenheit von dem Tag „bevor alles den Bach runter ging“ und den Wunsch das Rad der Zeit zurückzudrehen.

Nun muss man vorwegstellen, dass „Flashback“ ein, um neutral zu bleiben, politisch ziemlich provokatives Schriftstück ist. Selbstredend lassen sich auch Charakterisierungen wie fremdenfeindlich und erzreaktionär verwenden, dabei verkennt man als europäischer Leser aber spezifische amerikanische Sichtweisen. Aber der Reihe nach.

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„Es gibt keinen Löffel“

Montag, Februar 1st, 2016

Düstere Aussichten auf die Welt von Morgen

Die Themen künstliche Intelligenz und der Nexus aus Virtualität und Realität sind in der Science-Fiction-Literatur von Beginn an präsent, stellen gewissermaßen so etwas wie Dauerbrenner da, die außerdem ihren Niederschlag in Kino-Blockbustern wie Terminator und Matrix fanden und damit große Teile der Bevölkerung erreichten. Mittlerweile, so scheint es, sind diese beiden Aspekte zum Hauptthema der Science-Fiction geworden, mit unterschiedlichen Prämissen, mit verschiedenen Zukunftsentwürfen aber mit gleicher Intension. Eines ist fast allen Publikationen gemeinsam: Sie entwerfen dystopisch wirkende Welten von Morgen und beschreiben das Missbrauchspotenzial moderner Technologien – egal ob es sich um die Digitalisierung, die Vernetzung oder das Aufkommen (teil-)autonomer Maschinen handelt, ihnen allen wohnt ein Stück Technologiekritik inne.

Wie bereits mit den Wissenschaftsthrillern geschehen, fasse ich die im Laufe des Sommers 2015 gelesenen Bücher zum Thema KI und Virtualität in einem Artikel zusammen, da es Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede gibt, die sich am Besten in einem Text vergleichen lassen.

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Die Welt die er kannte, gibt es nicht mehr

Montag, Januar 25th, 2016

Rezension von Vitali Sertakovs Cryonic

Der Wissenschaftler Arthur Kowal ließ sich einst im Rahmen eines Experimentes für zwanzig Jahre in eine Art Kälteschlaf versetzen, als er aufwacht, existiert die Welt, wie er sie kannte nicht mehr. Das Institutsgebäude ist verlassen, die Einrichtungsgegenstände verrottet und mumifizierte menschliche Überreste begleiten ihn auf dem Weg nach draußen. Doch auch St. Petersburg hat sich verändert. Wo einst menschliches Leben blühte, hat sich die Natur ihren Teil der Welt zurückgeholt, die Gebäude sind zerfallen und die Straßen säumen Barrikaden. Erst nachdem er auf Einwohner getroffen ist und zu einer schwer bewachten Kommune Zutritt erhält, muss Arthur erkennen, dass er statt zwanzig hundertzwanzig Jahre kryonisiert war, und die Menschheit in der Zwischenzeit von einer mutierten und hochinfektiösen Form des HI-Virus dahingerafft wurde. Die Überlebenden haben sich neu organisiert, in einer Mischung aus dem überwunden geglaubten Feudalismus, Sklaverei und Pseudodemokratie.

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Gelesen: Adams - Einmal Rupert und zurück

Montag, September 14th, 2015

Douglas Adams: Einmal Rupert und zurück

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Wer die ersten vier Teile von „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen hat, muss sich in diesem „inofiziellen“ fünften Band auf eine düstere und weniger humorvolle Geschichte einlassen, in denen wir zwar Arthur, Ford, Trillian begegnen, irgendwie will aber das typische Anhalter-Feeling nicht mehr aufkommen. Inhaltsangabe in der Wikipedia.

Douglas Adams: Einmal Rupert und zurück: der fünfte "Per-Anhalter-durch-die-Galaxis"-Roman. Aus dem Englischen von Sven Böttcher, 5. Aufl., München: Heyne 1996. 284 S., kart., ISBN 3-453-08230-3.

Hallo Aliens, kommt vorbei!

Freitag, Juli 10th, 2015

Liu Cixin: The Three-Body-Problem

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Vor dem Hintergrund der kulturellen Revolution erzählt Liu eine spannende Mischung aus Science-Fiction und Mathematik/Astronomie. Ein geheimes militärisches Projekt sucht nach Signalen intelligenten Lebens im All. Eines Tages empfängt Ye Wenjie diese Signale und antwortet – einfach so, aus einem Impuls heraus. Die Außerirdischen nennen sich Trisolarier und sind eine Zivilisation, die, aufgrund astronomischer Gegebenheiten in ihrem Sonnensystem, kurz vor der Vernichtung stehen und in der Erde eine neue Heimat sehen. Kurzerhand wird die Invasion der Erde vorbereitet. Auf der Erde bilden sich derweil verschiedene Fraktionen, die die Trisolarier willkommen heißen und ihnen die Invasion erleichtern wollen, andere sehen die Ankunft kritischer. Schließlich müssen die Regierungen die Dramatik der Situation erkennen und versuchen verzweifelt gegenzusteuern.

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