Stippvisite ins Reich des Klassischen, Retro Classischen

Als ich am Flughafen Stuttgart aussteige, erlebe ich doch ein Deja vu. Auch 2008, beim Besuch der vergangenen Retro Classics auf der Landesmesse Baden-Württemberg, regnete und windete es. Das sollte zum Glück das einzige Deja vu bleiben. Nach der Akkreditierung verschaffte ich mir erstmal einen groben Überblick über die Hallen und Stände der Aussteller, besonders über die ich etwas zu schreiben gedenke: Das waren zum einen der Stand des Unimog Club Gaggenau (Unimog Museum) und zum anderen – wie soll es auch anders sein – der Fahrzeugstand des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg.

Magirus-Logo

Auf der einen Seite war es schade, dass die Stände nicht mehr Exponate aufwiesen – irgendwie kann man nie genug von Oldtimern bekommen -, auf der anderen Seite war ich darüber auch froh. Jedes Fahrzeug mehr, hätte noch mehr Zeit beansprucht, von der ich blöderweise vom Bodensee nicht allzuviel mitgebracht hatte.

Vielleicht war es zusätzlich auch gut – wobei „gut“ definitiv das falsche Wort ist -, dass der Ansprechpartner auf Seiten des LFV, aufgrund der Vorkommnisse in dessen Heimatstadt nicht zur Verfügung stand. Andererseits war er im letzten Jahr ein mehr als wertvolle Wissensquelle. Alles hat eben zwei Seiten.

Jedenfalls war die Feuerwehrfahrzeugaustellung – Fachbegriff FwFhzAstllng – klein aber fein. Fans von Heulern und Rund- sowie Eckhaubern kamen voll auf ihre Kosten. Was aus fotografischer sicht leider etwas suboptimal war, war die dichte Fahrzeugaufstellung, die es sehr schwer machte, einen der ausgestellten Magirus”” optimal „zu erwischen“. Übrigens, betraf das nicht nur die FwFhzAstllng, sondern ist bei derartigen Veranstaltungen die Regel. Besonders schmerzhaft – aus fotografischer Sicht – war die Aufstellung des Rundhauber-Löschzuges. Er stand so eng zwischen den anderen Fahrzeugen, dass es nicht möglich war, ihn optimal zu knipsen. Selbst der Versuch von der AB-Container-Decke herab war nicht erfolgreich. Nun ja, man kann nicht alles haben.

DL aus Schorndorf

Natürlich wollte ich auch den Stand des Unimog Club Gaggenau einen Besuch abstatten, dier erhoffte große Auswahl an Exponaten blieb aber aus. Der Stand gestaltete sich, sehr zu meinem Leidwesen, als sehr übersichtlich. Noch dazu bekam ich das interessanteste Ausstellungsstück, den Unimog des Racing Teams, nicht voll ins Bild.

Unimog Racing Team

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, nutzte ich die verbliebene Zeit, einen Durchgang durch die anderen Hallen zu machen, und mir die dort ausgestellten Automobile anzuschauen. „Anzuschauen“ ist übertrieben, definitiv, „durchrennen“ paßt wohl besser, wobei ich ja zugeben muss, ein, zwei, drei Fotos mitgenommen zu haben.

Mercedes-Benz SL

Gerne hätte ich mir dafür mehr Zeit genommen, denn es waren viele schöne Youngsters und Oldtimer zu sehen. Zwischendrin fand sich immer mal wieder ein Unimog oder Feuerwehrauto – und wenn ich Feuerwehrauto schreibe, dann meine ich das auch, auch wenn sich jetzt Generationen von Feuerwehrleuten aufregen, den Finger heben und sagen: „Aber das sind Fahrzeuge!“, ja, mea culpa, ihr habt Recht.

Feuerwehrauto

Besonders fasziniert war ich – wie immer – von den alten Mercedes-Benz Limousinen und Sportwagen. Bei BMW oder anderen Marken habe ich mich quasi nur zum Alibi aufgehalten, auch wenn ich für den bayrischen Teil des FWNetz ein paar Schnappschüsse mitgebracht habe. Im Übrigen war es nicht so schwer, die Autos mit dem Stern zu übersehen, bestand doch quasi die ganze Retro Classics aus ihnen.

BMW-Schnauze

Dieser Text ist – mit Korrekturen am heimischen Bildschirmarbeitsplatz unter der Einwirkung von norddeutschem Bier – in seinen wesentlichen Ausschweifungen im Zug, auf der Fahrt von Böblingen nach Singen am Hohentwiehl entstanden. Hey, aber das war gar nicht so einfach. Wer schon mal versucht hat in einem Regionalzug zu schreiben – egal ob am Computer oder klassisch auf Papier -, der weiß wovon ich rede. Dazu kommt die eigenwillige Strecke der Gäubahn, die Schreiben zu einer wahren Herausforderung macht!

So jetzt geht es an die Texte fürs FWNetz oder ans Bildersichten oder auch gleich ins Bett. Geplant sind davon zwei bis drei . Wobei nur der Magirus-Bericht in direkter Verbindung zur Retro steht. Die Artikel über 60 Jahre Unimog und 30 Jahre G-Klasse hätten auch unabhängig von der Veranstaltung entstanden sein werden können.

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