Gedanken zum Entstehen des Magirus-Artikels

Oft tue mich mit dem Schreiben von Artikeln schwer. Manchmal liegt das an einer Schreibblockade, manchmal an fehlendem Wissen oder an der Ideenlosigkeit bezüglich der Struktur und Schwerpunkts eines Artikels. Der seit über einem halben Jahr geplante Artikel über Magirus ist so ein Fall der letzten Kategorie.

Ursprung der Idee war der Besuch der RetroClassics 2009 und der Sonderaustellung zu den historischen Produkten aus dem Hause Magirus. Anfänglich bestand das Problem, keinen Überblick über die Geschichte von „Magirus“ zu haben. Magirus steht in Anführungsstrichen, und das nicht ohne Grund. Denn von welchem Magirus reden wir denn? Reden wir von der historischen Person Conrad Dietrich Magirus und seinen Anstrengungen im Bereich Feuerwehr, oder meinen wir das Unternehmen Magirus. Und genau an diesem Punkt scheitere ich momentan. Soll ich den Schwerpunkt eher auf Conrad Dietrich Magirus legen und die weitere Entwicklung genetisch erzählen, oder beginne ich in der Gegenwart und blicke zu den Anfängen zurück?

Selbst in der Literatur über „Magirus“ gibt es zwei Richtungen: Die eine betrachtet Leben und Wirken und begreift das Folgende als Vermächtnis dessen. Die andere betrachtet die Entwicklung rein technisch und steigt so richtig erst mit dem Aufkommen der Rundhauber ein. Irgendwie entwickelt sich die Geschichtsschreibung über Magirus von den Ideen und dem Wirken der Person hin zu einer abstrakten, immer mehr technisch-lastigen Geschichtsschreibung.

Wo will ich nun hin? Eine rote Linie lässt sich durch diese Firmengeschichte schon ziehen, nur ist diese Linie so abgegriffen, dass ich sie nicht auch noch aufgreifen will („Alles aus einer Hand“). Ich gebe zu, mit dem Gedanken zu spielen, den Artikel in eine der obigen Richtungen zu lenken, und dafür andere Aspekte fallen zu lassen, das widerspricht aber meinen Vorstellungen einen integrierten Artikel über „Magirus“ - Person und Unternehmen – zu schreiben.

Ich denke, es wird auf einen mehrteiligen Artikel hinauslaufen, denn die Informationen die ich habe, das Wissen was ich gesammelt habe, ist zu unterschiedlich, um sie in einen Artikel zu packen. Aber, und das wiegt schwer, ich bin auf Sekundärliteratur angewiesen. Die Ressourcen erlauben keine Durchforstung von Archiven und Nachlässen. Gewiss würde dies auch den Rahmen eines Artikel über eine Ausstellung sprengen.

So sitze ich nun, und zermartere mir das Hirn, welche Schwerpunkte ich setzte, was ich weglasse … .

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