Posts Tagged ‘Buch’

… und plötzlich ist der Strom weg!

Mittwoch, November 27th, 2013

Bemerkungen über Marc Elsbergs Thriller Blackout

Marc Elsbergs Katastrophen-Thriller Blackout – Morgen ist es zu spät erschien zu einem Augenblick, der uns unbedarften, sich in Sicherheit wiegenden Bürgern, die Augen für die Realität öffnete: Gezielte Hackerangriffe auf Industrieanlagen und staatliche Serverinfrastrukturen, die Stuxnet-Affäre und schließlich die Ereignisse rund um das japanische Kernkraftwerk Fukushima. Elsberg nahm die Folgen dieser Vorkommnisse in seinem Buch teilweise vorweg, obwohl er selbst, wie er im Nachwort schreibt, damals nicht an deren Eintrittswahrscheinlichkeit glaubte.

blackout

Die Abhängigkeit unserer Zivilisation vom Strom ist nicht zu leugnen, unabhängig davon, ob von Privathaushalten oder Dienstleistungs- und Industrieunternehmen die Rede ist. Ohne Strom keine warme Mahlzeit, ohne Strom keine Lebensmittelproduktion. Ohne Strom keine funktionierende Toilettenspülung, ohne Strom keine ausreichende Kühlung in Kernkraftwerken. Eben diese Abhängigkeit macht Elsberg zum Thema seines Buchs. “Strom ist wie Blut im menschlichen Körper - beide müssen fließen, sonst bricht das jeweilige System zusammen”, legt der Autor einem seiner Protagonisten in den Mund.

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“Was wird anstelle der Kohle als Brennstoff dienen”*

Donnerstag, Mai 31st, 2012

Rezension über den Thriller “Die Quelle”

Europa, im Frühsommer 2016: Plötzlich wird es dunkel und in der Ostsee fischt das Ehepaar Benn und Francesca einen jungen Wissenschaftler aus dem Wasser, der etwas zu verbergen scheint. So beginnt der Thriller “Die Quelle” von Uwe Schomburg, der gleich mehrere aktuelle Probleme thematisiert und problematisiert.

Erfindung - Entführung - Erpressung: Der Inhalt

In Europa fällt nach einem Sabotageakt der Strom aus. Gleichzeitig versuchen Söldner zwei Wissenschaftler zu entführen, die an einer bahnbrechenden Erfindung forschten, welche die Energieprobleme der Menschheit lösen könnte. Die Übergabe auf See schlägt fehl und Rainer Kemper, so der Name eines der Wissenschaftler, fällt in die Ostsee. Dort wird er von Benn und Francesca gefunden. Nachdem die beiden Kemper nach Wieck gebracht und dort der Polizei übergeben haben, wird die Kolonne auf dem Weg zum Polizeirevier überfallen und Kemper und Francesca entführt. Wegen des Stromausfalls ist die Kommunikation mit den Auftraggebern der Entführung erschwert, sodass sich die Entführer bald zerstreiten. Einer der Entführer flieht mit Kemper und will diesen gegen ein Lösegeld der Bundesregierung übergeben, der andere Entführer erpresst Benn mit dem Leben seiner Frau Francesca, wenn dieser ihm nicht die wissenschaftlichen Unterlagen von Kemper verschafft. Nach verschiedenen Zwischenstationen landet Benn in Frankreich, findet die Unterlagen und kehrt nach Deutschland zurück, um die Unterlagen zu übergeben. Begleitet wird er dabei von einer Kommissarin des BKA. Zurück in Deutschland muss Benn feststellen, dass ihn sowohl die Entführer, als auch die Behörden benutzt haben. Trotz der Übergabe der Unterlagen, findet kein Austausch statt. Während der Verfolgung des Entführers findet Benn das Versteck seiner Frau. Benn erschießt ihn in Notwehr, doch bevor dieser stirbt, kann er einen tödlichen Schuss auf Francesca abfeuern, die schließlich in Benns Armen stirbt. Kemper, der unterdessen befreit wurde, bekommt eröffnet, dass er seine Erfindung mit den Amerikanern “teilen” muss, damit diese Deutschland helfen das sabotierende Computervirus zu bekämpfen.

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Das Seltsame als Mittelpunkt des Leseinteresses

Dienstag, April 10th, 2012

Bemerkungen über die Odd Thomas Quadrologie von Dean R. Koontz

Nein, dies ist keine Rezension, denn bei der Buchreihe, bestehend aus vier Büchern, über die ich an dieser Stelle einige Worte verlieren möchte, wäre eine Rezension zunächst einmal sehr lang. Außerdem, und das ist mein Hauptargument, habe ich die Reihe über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren gelesen, sodass ich zwar noch den Inhalt zusammenbekomme, für eine an eine Rezension heranreichende Analyse reichen meine Erinnerungen jedoch nicht mehr aus.

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Gelesen: Feuchtgebiete

Montag, Mai 11th, 2009

Zugegeben, normalerweise lese ich solche Bücher nicht, wie Charlotte Roches “Feuchtgebiete”, aber nachdem ich so viel in Blogs darüber mitbekam (weniger über den Inhalt des Buches, als vielmehr über die boulevardistische Ausschlachtung der Autorin) und ich im Bekanntenkreis die Möglichkeit hatte das Büchlein auszuleihen, ergriff ich diese Gelegenheit, um diese “Sternstunde deutscher Literatur des 21. Jahrhunderts” zu lesen. Man beachte meine Augenzwinkern im letzten Nebensatz. Um das Büchlein zu beschreiben, genügt eigentlich nur ein Wort: Eklig! Und wenn ein Mann so was schon sagt, will ich gar nicht wissen, zu welchen Charakterisierungen ein weibliches Wesen greifen würde. Inhaltlich geht es um alles, was mit “untenrum” zu tun hat: Angefangen bei Sexualpraktiken, sexuelle Phantasien, über Hygiene, Bakterien, Smegma, Hämorriden… . Roche hat den Anspruch in ihrem “Werk” Themen anzusprechen, die in der Öffentlichkeit, wie auch im Privaten nach wie vor Tabuthemen sind. Derartiges aufzugreifen ist an sich nicht verwerflich, nur die Umsetzung in Feuchtgebiete ist alles andere als gelungen. Zwar ist es provokant geschrieben, aber die Schreibweise erinnert mich doch eher an einen schlechten Schulaufsatz. Vielleicht war der intellektuelle und schriftstellerische Absatz … ähh … Schritt - oder wie auch immer - zwischen diesem und dem letzten Buch, einfach zu groß. Zur Abwechslung lese ich jetzt einen Thriller, Scott McBain: Die Geheimloge.

Gelesen: Das Foucaultsche Pendel

Donnerstag, April 23rd, 2009

Als ich vor einigen Jahren in einer Online-Redaktion eines öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbieters meine Ausbildung machte, fiel mir beim Durchblättern der Website eine Hörspiel-Rezension auf, dessen Grundlage das Buch „Das Foucaultsche Pendel“ des italienischen Schriftstellers Umberto Eco war.

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