Posts Tagged ‘Katastrophe’

Die Brigade des Schreckens

Dienstag, Mai 9th, 2017

… oder wie lange wir in der Zombiecalypse überleben würden

28 Days later, Resident Evil, World War Z. Sie kommen uns holen, bestimmen rotten sie sich im Verborgenen bereits zusammen und wir sitzen hier auf dem Präsentierteller. Schließlich zeigen Kino und Fernsehen die Gefahr in Dauerschleife. Deshalb gibt die Regierung von British Columbia (Kanada) auf Ihrer Webseite Verhaltenstipps für den Fall einer Zombiecalypse – also dem massenhaften Auftreten untoter Gestalten mit zügellosem Appetit – und auch das amerikanische Militär bereit sich auf den Einfall der wiederbeseelten Leichenhorden vor – zumindest wenn es um das Ausbilden der Grundlagen militärischer Planung geht. Das sorgte in der deutschen Presse natürlich vor einiger Zeit für Schmunzeln (z. B. „Kanada bereitet Bewohner auf Zombie-Angriff vor“, „Kanadische Provinz warnt vor Zombie-Attacke“, „Notfalltipps gegen Zombies“) und wer die entsprechenden Textbeiträge weiterliest, der erkennt, dass das popkulturelle Phänomen der Zombies nur Eyecatcher für ein weit wichtigeres Thema ist, oder in den Worten der Regierung von British Columbia: „If you’re ready for zombies, you’re ready for a disaster”.

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Feurige Gruben und eidgenössische Ruhe

Donnerstag, April 4th, 2013

Rezension von Reinhard Kocznars Vor Tagesanbruch

Als 2008 nach 12jähriger Bauzeit der „Large Hadron Collider“ (LHC) am Kernforschungszentrum CERN nahe Genf seinen Betrieb aufnahm, begleitete eine groteske, von Ängsten und diffusen wissenschaftlichen Hypothesen determinierte Medienresonanz dieses Ereignis. In der Allgemeinen, durch Roland Emmerichs Blockbuster „2012“ befeuerten Weltuntergangsrhetorik, manifestierten sich die metaphysischen Schrecken in Gestalt des LHC, der, so die Kritiker, von der Öffentlichkeit unbeachtet, eine Büchse der Pandora öffne und schwarze Löcher produziere, welche die Erde verschlingen und die Menschheit auslösche. Obwohl die Kernphysiker zeigen konnten, dass von kleinen schwarzen Löchern keine Gefahr ausgehen könne, besänftigte dies die Kritiker nicht.

Prosaisch verpackte LHC-Kritik

In diese Debatte ist Reinhard Kocznar Vor Tagesanbruch zweifellos einzuordnen, macht der gebürtige Tiroler immerhin einen Fingerzeig in Richtung des an der eidgenössisch-französischen Grenze liegenden LHC. Er selbst sagt, dass die „Physiker … im Grunde keine Ahnung (haben), was sie bewirken könnten. Was passiert wirklich mit den Schwarzen Löchern, falls welche auftreten?“ (Link) Sein Öko-Thriller greift seine Kritik auf und transportiert sie in ein beklemmendes Szenario.

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