Posts Tagged ‘Science Fiction’

Wasser als Medium – Teil II: Peter Watts’ Abgrund

Dienstag, September 25th, 2012

Die Lektüre des Romans “Abgrund” liegt ebenfalls bereits länger zurück, ist aber dessen ungeachtet einiger Zeilen wert. Leben und arbeiten am Meeresgrund in 3.000 Meter Tiefe, bei unglaublichen Druckverhältnissen, Dunkelheit und klaustrophobischer Beklommenheit, und das alles, um den Energiehunger der Menschheit zu stillen. Das ist das Szenario, das Watts in seinem Science-Fiction Roman “Abgrund” entwirft. “Abgrund” ist der erste Teil einer Trilogie, die Watts mit “Mahlstrom” und “Wellen” fortsetzte.

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Wasser als Medium – Teil I: M. M. Buckners Watermind

Dienstag, September 25th, 2012

Wasser als Medium spielt in den Büchern “Watermind” von M.M. Bruckner und “Abgrund” von Peter Watts eine besondere Rolle. Im folgenden Artikel widme ich mich dem Buch “Watermind”. Die Lektüre liegt zwar länger zurück, dessen ungeachtet ist sie ein paar Zeilen wert. “Watermind” erzählt, in Anlehnung an eine Ökodystopie, die Evolution einer neuen Lebensform in einer kontaminierten Umgebung.

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Der Mond ist aufgegangen

Montag, September 3rd, 2012

Anmerkungen zu Frank Schätzings Roman “Limit”

“Yippie ya yay – Schweinebacke” dachte ich während des Lesens an so mancher Stelle des Romans Limit von Frank Schätzing. Bildhaft stellte ich mir Bruce Willis (bzw. neuerdings Daniel Craig als 007) in den rasanten Actionszenen vor, als deren Ergebnis nichts als Explosion, Zerstörung und Chaos zurückbleiben. Gleichzeitig, strahlt Limit, in Anlehnung an das chinesische Yin-Yang, Ruhe aus, die sich aus einem bis ans – Vorsicht Wortspiel - Limit gehende Erzähltiefe auszeichnet. Typisch für Frank Schätzing erzählt er nicht nur einen Science-Fiction Thriller, sondern spickt die Narration mit unzähligen wissenschaftlichen, technischen und politischen Erklärungen, die den Hintergrund seines welt(raum)umspannenden Epos bilden. Anmerkungen zur Astrophysik, Darlegung politischer Verwerfungen und Beschreibung technischer Errungenschaften lassen Limit teilweise wie eine Enzyklopädie erscheinen, um einen Bogen zu Burgess’ Aussage über Ecos “Foucaultsche Pendel” zu spannen.

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Transpluto by Herbert W. Franke – A review

Donnerstag, Juli 26th, 2012

I recently read the German-speaking science-fiction novel ‘Transpluto’ by Herbert W. Franke. I took notice of the small book while doing research for my short story ‘Aufbruch ohne Wiederkehr’ (‘Take-off without return’) which participates in a story contest; the contests announcement is to deal with the topic ‘journeys beyond the planet Neptun / the planetoid Pluto’. This kind of space travel is called Transpluto or newly Transneptun (due to the fact that Pluto isn’t classified as planet yet). Back to the book: What initially looks like a space cruise becomes a hijacking of a rescue vessel which is set to a route in the direction to Alpha Centauri.

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Der Imperativ des Herdendenkens

Montag, Juli 9th, 2012

Es gibt Science-Fiction Romane, die nett zu lesen sind, taugen aber kaum mehr als zur Unterhaltung. Es gibt aber auch Science-Fiction Romane, die technisch und soziologisch in die Tiefe gehen, und dadurch eine ganz eigene Form der Spannung und vor allem Faszination hervorrufen. Zu letzterer Kategorie gehört der 1985 erschienene SF-Klassiker Fußfall von Larry Niven und Jerry Pournelle.

Sie kommen …

Die Überraschung ist groß, als amerikanische Astronomen im Mai 1995 ein aus Richtung Saturn kommendes, außerirdisches Raumschiff mit Kurs auf die Erde entdecken. Alle Kontaktversuche schlagen fehl, was zu Unsicherheit über die Beweggründe der außerirdischen Spezies beiträgt. Zunächst von einer friedlichen Kontaktaufnahme ausgehend, findet sich auf der sowjetischen Raumstation eine Art Willkommenskomitee, bestehend aus Amerikanern und Russen ein.

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Devastation through air warfare

Donnerstag, Mai 31st, 2012

Comments on H.G. Wells’ book ‘The War in the Air’

Recently I read the book ‘The War in the Air’ (German: ‘Der Luftkrieg’) by H.G. Wells, an English writer who lived between 1866 and 1946. Wells is said to be a pioneer in (modern) science fiction literature.

In Germany he is popular for his books ‘Time machine’ (German: ‘Die Zeitmaschine’) and ‘The War of the Worlds’ (German: ‘Der Krieg der Welten’). His other work isn’t so popular in Germany.

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Klassiker der SF: Die Mars-Chroniken

Dienstag, Mai 15th, 2012

„Die Mars-Chroniken“ (im eng. Orig.: The Martian Chronicles) ist ein „Roman“ von Ray Bradbury aus dem Jahr 1950. Roman steht deshalb in Anführunsgzeichen, weil das Buch eine in Romanform gebrachte Zusammenstellung von Kurzgeschichten ist, die er zwischen 1946 und 1950 veröffentlichte.

„Die Mars-Chroniken“ ist streng genommen keine Science-Fiction, im klassischen Sinne, und fällt eher in das Genre Dystopie. Bradbury beschreibt die Kolonisierung des Mars analog zur Kolonisierung des Wilden Westens, wobei die indigene Bevölkerung des Mars, die Marsianer, für die amerikanischen Ureinwohner stehen. Zu Beginn wechselt die Erzählperspektive zwischen der der Marsianer und der Menschen.

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Neue Baustelle

Freitag, April 20th, 2012

Manchmal könnte ich mich über mich selbst aufregen. Ich habe eine neue Baustelle angefangen. Mehr durch Zufall bin ich auf einen Schreibwettbewerb von VFR e.V. mit DLR e.V. und ASTRIUM GmbH aufmerksam geworden (Klick mich, ich bin ein Link). Bis Ende Juni soll eine Kurzgeschichte zum Thema Transneptun (oder Transpluto) eingereicht werden. Maximal erlaubt sind 20.000 Zeichen. Ganz schön wenig, oder? Ich bin ja schon ein wenig kreativ und sogleich sprudelten die Worte aus mir heraus. Allerdings bin ich jetzt schon bei 12.000 Zeichen. Gibt es Freiwillige, die meine Geschichte “Gegenlesen” würden?

Abgefahren, cool, famos

Montag, März 26th, 2012

Bemerkungen zu Dan Simmons literarischem SF-Epos Illium

Es gibt wenige Bücher, die ich, angefangen zu lesen, nicht mehr aus der Hand geben wollte, wie z.B. Dmitry Glukhovskys Metro 2033, Ken Folletts Tore der Welt oder eben Dan Simmons’ Illium. Über letzteres will ich ein paar Worte verlieren.

Illium ist der erste Teil eines zweibändigen Projekts, das antike Geschichte und Science Fiction in einzigartiger Weise vermischt und als alternative oder Parallelweltgeschichte neu erzählt. Das Buch in all seiner Vielschichtigkeit zusammenzufassen (oder zu erfassen), ist kaum möglich. Und, das sei vorweg gesagt, das Epos wirkt zunächst absurd.

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SF gesucht und nicht gefunden

Sonntag, März 25th, 2012

Gestern war ich, nur so aus Neugier, in der Fanatsy/SF-Ecke einer Buchhandlung. Kaufen wollte ich nichts, einfach nur mal schauen, was dort im Regal steht. Was ich dort dann habe stehen sehen, hatte meiner Meinung nach mit Science Fiction wenig bis nichts mehr zu tun, auch wenn über den beiden Regalen “Science Fiction/Fantasy” zu lesen stand. Die meisten Schriftstücke handelten von und über Drachen, Orks, Elfen, Vampire und so Zeug. Ich habe gerade einmal vier SF-Bücher gefunden. Andere Bücher gehören, meiner Meinung nach, überhaupt nicht in die Ecke, z.B. eine Geschichte über einen Pestausbruch in Manhatten.

Nun ja, das scheint wohl der Zeitgeist zu sein. Die große Masse liest, in Zeiten von Twilight und Co., lieber Fantasy. Gut, ich möchte mich von diesem Trend nicht gänzlich ausschließen, denn Bücher von Dean Koontz, Stephen King oder Dmitry Glukhovsky befinden sich an Genregrenzen und sind weder wirklich SF, noch Fantasy oder Horror. Allerdings sehe ich auch bei Amazon, dass zunehmend für mich SF-untypische Bücher als SF geführt werden. Vielleicht ist an der These, dass es mit der klassischen SF nicht weitergeht, doch etwas dran.