Posts Tagged ‘Thriller’

Von guten und weniger guten Wissenschaftsromanen

Montag, November 16th, 2015

Innerhalb der letzten Monate habe ich viele Bücher gelesen, leider schaffe ich es aus Zeitgründen nicht, zu jedem Buch ein paar Zeilen zu schreiben. Muss man auch nicht, denn nicht von jedem Buch war ich restlos begeistert. Fangen wir aber mit den Wissenschaftsromanen an.

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Gelesen: Khoury - Memoria

Montag, Oktober 12th, 2015

Raymond Khoury: Memoria

Mit “Memoria” legt Khoury erneut einen spannenden und kurzweiligen Thriller vor, in dem die Leser erneut dem FBI-Agent Sean Reilly und der Archäologin Tess Chaykin  begegnen. In Memoria geht es um uralte, indianische Geheimmixturen, Neurobiologie und Superdrogen; Größenwahnsinn, Bandenmorde und Erpressung. Mittendrin steht Sean Reilly, der gerade erfahren hat, dass er Vater des kleinen Alex ist, hinter dem ein mexikanisches Kartell her ist, und das eine Blutspur durch die Vereinigten Staaten zieht, um an Alex zu kommen. Inhaltsangabe in der bei Rowohlt.

Raymond Khoury: Memoria. Originaltitel The devil's elixir. Aus dem Englischen von Anja Schünemann. Deutsche Erstausgabe. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag 2012. 510 S., Kartoniert, ISBN 978-3-499-25976-0.

Horrorszenario der Superlative

Montag, Juni 29th, 2015

Dean Koontz: Eiszeit

Wer in “Eiszeit” die für Koontz typische Mischung aus Horror, Fantasy und Science-Fiction erwartet, wird enttäuscht, denn „Eiszeit“ ist ein recht konventioneller Thriller, den Koontz zuerst unter seinem Pseudonym David Axton veröffentlichte.

Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler will die Nutzbarkeit kalbender Arktisgletscher als Süßwasserquelle untersuchen. Hierzu soll ein definiertes Stück von dem Gletscher abgesprengt und dessen Weg durch die Meeresströmungen untersucht werden. Es kommt, wie es kommen muss: Ein schwerer Sturm zieht auf, der die Rettung der Wissenschaftler unmöglich macht. Blöderweise führen eine Reihe von unterseeischen Beben dazu, dass sich der Teil des Gletschers, auf dem sich die Gruppe befindet, abbricht und als Eisberg durch die See treibt. Noch blöder ist, dass die 60 Sprengladungen bereits im Eis versenkt und scharf gestellt sind. Der Versuch einen Teil der Sprengladungen wieder heraufzuholen und zu entschärfen geht nicht schnell genug voran, als plötzlich ein Mitglied der Expedition niedergeschlagen und in der Kälte sich selbst überlassen wird. Rechtzeitig kann dieser gerettet werden. Offenbar gibt es innerhalb der Gruppe einen Psychopathen. Rettung in letzter Sekunde verspricht ein russisches Spionage-U-Boot, dessen Kommandant aus einem persönlichen Motiv heraus, das Leben der Wissenschaftler retten und gleichzeitig Ansehen für sein politisch und wirtschaftlich marodes Land erlangen will. Unter enormen Zeitdruck erarbeiten die Wissenschaftler und die U-boot-Besatzung einen riskanten Plan zu Rettung. Der Psychopath bleibt bis zum Schluss unentdeckt und stellt ein gewaltiges Risiko für den Rest der Gruppe dar, als er sich, fast am Ziel, zu erkennen gibt.

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Forensik-Thriller

Freitag, Februar 20th, 2015

Richard Preston: Cobra

Ein verrückter Wissenschaftler erschafft ein Supervirus – Cobra –, um die Weltbevölkerung auf ein vertretbares Maß zu reduzieren und Innovationen zu befeuern. Er testet sein Virus in New York zunächst an ausgewählten Individuen. Die CDC bemerkt dies durch Zufall und ziemlich schnell erkennt man das Ausmaß der Bedrohung und aktiviert eine geheime Ermittlungseinheit, die den Wissenschaftler aufspüren soll. Preston legt einen Wissenschaftsthriller mit Schwerpunkt auf Forensik, und hier Biologie vor. Der Stil schwankt zwischen Sachbuch und auktorialem Erzähler, bleibt aber spannend, auch wenn sich der Spannungsbogen nicht von anderen Büchern unterscheidet. Einzig der Schluss zeigt, dass das im Buch geschilderte Problem nicht mit Ergreifung des Schurken beseitigt und gelöst ist.

Richard Preston: Cobra. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Michael Schmidt. Originaltitel The Cobra event. Vollständige Taschenbuchausgabe. München: Droemer Knaur 2001. 432 S., kartoniert, ISBN 3-426-61952-0.

Zeitreise und Utopia

Mittwoch, November 12th, 2014

Rezension von Patrick Lees Dystopia

dystopia

Ein weiter nicht erklärter Riss im Raum-Zeit-Kontinuum an der Stelle der Explosion einer Atombombe in Wyoming („Border Town“) fördert täglich rätselhafte Gegenstände (die sogenannten "Entitäten") in die Welt der Gegenwart. Woher diese stammen, ist unbekannt. Eine dieser Entitäten (eigentlich sind es zwei identische Zylinder) ist eine Schleuse in die Zukunft. Was die Forscher um Paige Campbell von der geheimen „Tangent“-Organisation dort entdecken, ist schockierend: eine tote Einöde, Ruinenstädte aber keine Spur von Menschen oder Autos! Schnell wird klar, dass die Ursache für diese Apokalypse nahe in der Gegenwart liegt. Ein Besuch beim Präsidenten der Vereinigten Staaten hat zur Folge, dass die Autokolonne, in der Paige und ihre Mitstreiter sitzen, überfallen und bis auf sie selbst getötet werden. In letzter Sekunde gelingt es ihr ihre Mitarbeiterin Bethany telefonisch zu informieren und zu instruieren, was sie als Nächstes tun muss.

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Apokalyptische Sintflut

Samstag, März 23rd, 2013

Rezension von Dean Koontz Todesregen

Mitten in der Nacht wacht Molly vom unablässigen Trommeln des Regens auf. Es ist kein gewöhnlicher Regen, er ist silbrig-leuchtend, ist von undefinierbarer Konsistenz und schmeckt nach Sperma. Auf der Veranda und in der Garage bemerkt sie wilde Tiere, die sich von ihr anscheinend Hilfe erhoffen.

Weltweit die gleichen Phänomene

Kurz darauf erwacht Mollys Ehemann Neil aus einem Albtraum. Beide haben das Gefühl, dass sich hinter dem Regen etwas Bedrohliches verbirgt. Unschlüssig schalten sie den Fernseher ein und erfahren, dass es weltweit zu sintflutartigen Regenfällen, Überschwemmungen und schweren Unwettern gekommen ist. Ferner empfängt die ISS eine mysteriöse Audioaufzeichnung, deren Sprache niemand zu verstehen vermag. Wenig später brechen die Kommunikationsnetze zusammen, der Strom fällt aus und die Suche nach den Nachbarn lässt die beiden nur Blutlachen entdecken.

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“Was wird anstelle der Kohle als Brennstoff dienen”*

Donnerstag, Mai 31st, 2012

Rezension über den Thriller “Die Quelle”

Europa, im Frühsommer 2016: Plötzlich wird es dunkel und in der Ostsee fischt das Ehepaar Benn und Francesca einen jungen Wissenschaftler aus dem Wasser, der etwas zu verbergen scheint. So beginnt der Thriller “Die Quelle” von Uwe Schomburg, der gleich mehrere aktuelle Probleme thematisiert und problematisiert.

Erfindung - Entführung - Erpressung: Der Inhalt

In Europa fällt nach einem Sabotageakt der Strom aus. Gleichzeitig versuchen Söldner zwei Wissenschaftler zu entführen, die an einer bahnbrechenden Erfindung forschten, welche die Energieprobleme der Menschheit lösen könnte. Die Übergabe auf See schlägt fehl und Rainer Kemper, so der Name eines der Wissenschaftler, fällt in die Ostsee. Dort wird er von Benn und Francesca gefunden. Nachdem die beiden Kemper nach Wieck gebracht und dort der Polizei übergeben haben, wird die Kolonne auf dem Weg zum Polizeirevier überfallen und Kemper und Francesca entführt. Wegen des Stromausfalls ist die Kommunikation mit den Auftraggebern der Entführung erschwert, sodass sich die Entführer bald zerstreiten. Einer der Entführer flieht mit Kemper und will diesen gegen ein Lösegeld der Bundesregierung übergeben, der andere Entführer erpresst Benn mit dem Leben seiner Frau Francesca, wenn dieser ihm nicht die wissenschaftlichen Unterlagen von Kemper verschafft. Nach verschiedenen Zwischenstationen landet Benn in Frankreich, findet die Unterlagen und kehrt nach Deutschland zurück, um die Unterlagen zu übergeben. Begleitet wird er dabei von einer Kommissarin des BKA. Zurück in Deutschland muss Benn feststellen, dass ihn sowohl die Entführer, als auch die Behörden benutzt haben. Trotz der Übergabe der Unterlagen, findet kein Austausch statt. Während der Verfolgung des Entführers findet Benn das Versteck seiner Frau. Benn erschießt ihn in Notwehr, doch bevor dieser stirbt, kann er einen tödlichen Schuss auf Francesca abfeuern, die schließlich in Benns Armen stirbt. Kemper, der unterdessen befreit wurde, bekommt eröffnet, dass er seine Erfindung mit den Amerikanern “teilen” muss, damit diese Deutschland helfen das sabotierende Computervirus zu bekämpfen.

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Giraffenhals und Entenschnabel

Dienstag, April 24th, 2012

Die Geschichte der Bodensee-Nessy

Durch Zufall stieß ich auf das Buch „Der Fisch“ von Ulrich Magin. Nach dem Lesen des Abstracts, sah ich gewisse Parallelen zu meinem Storyprojekt. Meine Angst, ich könnte die gleiche Story wie Magin schreiben, zerstob schon nach wenigen Seiten, denn Magin setzt andere Akzente.

Magin schreibt einen Öko-Thriller deren einziger roter Faden die „Nessy vom Bodensee“ ist, im Buch natürlich „Boddy“ genannt. Die Idee an sich, ein Bodensee-Ungeheuer als Aufmacher für den Hinweis auf ökologische Veränderungen in der Bodenseefauna zu nutzen, ist nicht schlecht, denn auf diese Weise lassen sich Wissenschaft und Unterhaltung bestens in Einklang bringen.

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Thriller nach dem Baukastenprinzip

Mittwoch, April 11th, 2012

Rezension zu „Nullpunkt“ von Lincoln Child

Die Bücher des Autorenduos Douglas Preston und Lincoln Child verschlinge ich ähnlich schnell, wie die von Dean Koontz. Child hat vor einiger Zeit nun seinen Solothriller Nullpunkt publiziert. (Der Film „Das Relikt“ basiert auf einem Buch des Autorenduos).

Die Story

Eine Gruppe Wissenschaftler einer Universität untersucht in Alaska einen Gletscher. Dazu haben sie sich auf der ehemaligen Militärstation „Fear Base“ eingerichtet. Gesponsert wird der Aufenthalt von dem wissenschaftlichen Fernsehkanal „Terra Prime“, der exklusive Verwertungsrechte an den Ergebnissen der Forscher besitzt. Hauptaugenmerk liegt auf einem, den einheimischen Tunit heiligen, vergletscherten Berg, der, durch das Abbrechen eines Teils des Gletschers, ein Geheimnis Preis gibt.

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