Posts Tagged ‘Utopien’

Marsutopia – oder vom Sex bei verringerter Gravitation

Montag, Oktober 8th, 2012

“Weißer Mars” von Aldiss/Penrose – eine Rezension

Als am 6. August 2012 die Marssonde “Mars Science Laboratory” mit ihrem Rover “Curiosity” auf dem roten Nachbarplaneten der Erde landete, sprach die ganze Welt plötzlich erneut über ihn. Beseelt von der erfolgreichen Niederkunft Curiositys, durchbrachen Träume von einer bemannten Mission in den nächsten Jahrzehnten oder gar einer Kolonisierung bis hin zum Terraforming die Rationalität von Machbarkeit und Finanzierbarkeit.

In der Science Fiction spielt der Mars seit jeher eine bedeutende Rolle. Insbesondere die an Wasserkanäle erinnernden Strukturen auf der Oberfläche verleiteten zur Annahme von dort existierendem Leben.

Marsbesiedelung einmal anders

Dagegen beschreibt der Roman “Weißer Mars oder: Aufbruch zur Vernunft: Eine Utopie des 21. Jahrhunderts” von Brian Wilson Aldiss und Roger Penrose, anders als andere Marsgeschichten, nicht das Überleben und die dafür notwendige Technik, sondern die Suche nach einer neuen Gesellschaftsform, die das Überleben sichern soll. “Weißer Mars” ist ein leidenschaftliche Kapitalismuskritik und Plädoyer für die Gemeinschaft. Nicht nur der Titel, sondern auch die Inhalte erinnern dabei an die Morus’sche Insel Utopia.

(weiterlesen…)

… irgendwie war alles schon mal da

Donnerstag, März 22nd, 2012

Nachdem ich mich vor einiger Zeit endlich aufraffen konnte, mit den Recherchen zu verschiedenen Kurzgeschichten (oder wie immer man das zwischen Buch und Kurzgeschichte bezeichnen mag) zu beginnen, und auch den ein oder anderen Gedanken niederzuschreiben, hat sich meine Liste mit potenziell wichtigen Büchern vervielfacht. Man muss natürlich unterscheiden zwischen Sachbüchern und Belletristik. Die Liste interessanter Bücher aus dem Bereich Utopie/Dystopie/Science Fiction wird momentan länger und länger. Sicher, es gibt viel „unbedeutende“ Literatur in diesem Bereich, dennoch finden sich immer wieder interessante Themen. Dass man nicht umhin kommt, einen Blick in das ein oder andere Buch zu werfen, versteht sich von selbst. immerhin möchte man ja vermeiden, etwas zu schreiben, was vorher schon einmal jemand zu Papier gebracht hat.

(weiterlesen…)