Posts Tagged ‘Zivilisation’

Ohne Strom - Rückfall in die Barbarei

Mittwoch, September 14th, 2016

Rezension von Matthew Mathers Cyberstorm

Mike Mitchell ist ein durchschnittlicher New Yorker, der mit seiner Frau und seinem Sohn in einem Apartmenthaus in Manhattan wohnt, der das Leben relativ gelassen sieht und wenig besorgt über mögliche Katastrophen scheint. Ganz im Gegensatz dazu hortet Mikes Nachbar Chuck Lebensmittel, Trinkwasser und allerlei technische Apparate, die ihm im Falle eines Unglücks sein Überleben sichern sollen. Mike belächelt die Anstrengungen, muss jedoch bald erkennen, dass sein Nachbar nicht ganz unrecht hat. Kurz vor Weihnachten fällt der Strom aus. Kein Strom bedeutet, keine Heizung, kein warmes Essen, kein fließendes Wasser und eine nach und nach zusammenbrechende, öffentliche Versorgung. Noch dazu bricht ein Schneesturm über New York herein. Es gelingt über Wochen hinweg nicht, die Stromversorgung wiederherzustellen, und das, während die Temperatur fällt und der Kontakt nach außen weitgehend abgebrochen ist. Die Katastrophe ist perfekt.

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Aus dem Archiv: Öl - Die Lebensader der Zivilisation

Dienstag, August 16th, 2016

Rezension von R. Scott Reiss‘ Black Monday

„Black Monday“ von R. Scott Reiss beschreibt ein Szenario, in dem plötzlich alle Erdölvorkommen durch eine Mikrobe unbrauchbar werden. Zeigte Peter Schwindt in „Schwarzfall“ die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Strom, so zeigt Reiss, dass das Vorhandensein von Strom, bei gleichzeitigem Fehlen von Treibstoff in einer modernen Gesellschaft fatale Auswirkungen hat.

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Aus dem Archiv: Schwarzfall - Was ist die Zivilisation ohne Strom

Dienstag, August 2nd, 2016

Rezension von Peter Schwindts Schwarzfall

Es ist ein beklemmendes, gleichzeitig auch ein aktuelles Szenario, dass Peter Schwindt in seinem Thriller „Schwarzfall“* entwirft.

Seit drei Monaten hat es nicht mehr geregnet. Die Temperatur sinkt kaum unter dreißig Grad. Die Pegel der Flüsse sinken und die Temperatur der Gewässer steigt. Wasser, das die Kraftwerke zum Kühlen benötigen. Immer weniger und wärmeres Wasser steht einem gestiegenen Strombedarf gegenüber. Dieser resultiert u.a. aus der Verbreitung von Klimaanlagen. Immer mehr Klimaanlagen brauchen immer mehr Strom. Noch dazu fallen Überlandleitungen wegen Waldbränden aus. Die Last verteilen die Stromerzeuger auf die verbliebenen Leitungen. Fällt ein Kraftwerk aus, müssen andere Kraftwerke die gestiegene Last aufnehmen. Irgendwann gehen mitten in der Nacht die Lichter aus – und sie bleiben aus. Nun zeigt sich, dass die Zivilisation, wie wir sie kennen, ohne Strom (fast) nicht mehr existent ist. Fahrstühle, Telekommunikation, Eisenbahnen, Abgaslüftungen in Tiefgaragen, Geldautomaten, Wasser- und Abwasserpumpen, … alle diese selbstverständlichen Dinge funktionieren nicht mehr und führen im Besten Fall zur Einschränkung der Lebensqualität, im Schlechtesten zu Verletzten und Toten.

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